Mercedes-AMG sieht sich Klage wegen heißer Sitzabzeichen ausgesetzt

10. August 2026 at 22:44
2 min read

Zwei Mercedes-AMG-Halter, Gabriel Lahijani und Karendeep „Karina“ Bath, haben beim US-Bezirkshof für den westlichen Bezirk von Kalifornien eine Sammelklage gegen den deutschen Automobilhersteller eingereicht. Die Kläger machen geltend, dass metallische AMG-Logos, die in die Vordersitze bestimmter Fahrzeuge eingelassen sind, sich stark erhitzen und thermische Kontaktsubstanzen bzw. -verbrennungen verursachen, was zu einem Rechtsstreit über medizinische Kosten und Fahrzeugkonstruktionsmängel führt.

Vorwürfe eines gefährlichen Konstruktionsmangels

Den Anfang der Woche eingereichten Gerichtsdokumenten zufolge sind die Vordersitze spezifischer Mercedes-AMG-Modelle mit einem metallischen AMG-Logo versehen, das an einer Stelle positioniert ist, an der vernünftigerweise ein Kontakt mit dem oberen Rücken, dem Nacken oder der Schulter eines Insassen zu erwarten ist. Die Klage stuft dieses Problem als einen gefährlichen und verschwiegenen Konstruktionsmangel ein. Die Kläger fordern, dass Mercedes die Halter für medizinische Kosten, Schmerzensgeld und emotionalen Distress entschädigt sowie die Kosten für die Entfernung der Logos aus den betroffenen Fahrzeugen übernimmt.

Vorfälle mit schweren Verbrennungen

Der erste gemeldete Vorfall betraf Gabriel Lahijani, einen Einwohner von Los Angeles, der einen 2026er Mercedes-AMG E-Klasse leaste. Lahijani erlitt am 31. Mai dieses Jahres Verbrennungen zweiten Grades am Rücken, nachdem er in dem Fahrzeug Platz genommen hatte, während er ein Trägershirt trug. Ein fachärztlicher Dermatologe dokumentierte die Verletzung und beschrieb das Hautmal als „AMG-eingeprägt“. Etwa anderthalb Monate später erfuhr Karendeep „Karina“ Bath aus Chatsworth, Kalifornien, ein ähnliches Hitzegefühl und eine Verletzung, nachdem sie sich in Los Angeles in den Fahrersitz ihres Fahrzeugs gesetzt hatte, während sie ein ärmelloses Oberteil trug, was zu einer sichtbaren thermischen Kontaktsverbrennung in Form des Logos führte.

Präventivmaßnahmen für Halter

Rechtsanalysten und Automobilexperten weisen darauf hin, dass die metallischen Embleme bei direkter Sonneneinstrahlung Hitze absorbieren, ähnlich wie herkömmliche Metallschaltknüppel in Fahrzeugen mit Schaltgetriebe. Bis zur Bekanntgabe eines offiziellen Rückrufs oder einer Lösung seitens des Herstellers wird Haltern betroffener Mercedes-AMG-Fahrzeuge geraten, ihre Vordersitze vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen, um zu verhindern, dass die Metallembleme gefährliche Temperaturen erreichen.