Einer neuen Analyse des Copernicus Climate Change Service zufolge haben die Weltmeere im vergangenen Monat den wärmsten Juli ihrer Geschichte verzeichnet. Außerhalb der Polarregionen lag die Temperatur der Meeresoberfläche im Durchschnitt bei 69,73 Grad Fahrenheit (20,96 Grad Celsius), womit der bisherige Rekord aus dem Juli 2023 gebrochen wurde. Die extreme Meereshitze war aufgrund eines sich verstärkenden El Niño besonders im Pazifik ausgeprägt, während gleichzeitig die Länderoberflächentemperaturen stark anstiegen. Dies machte den vergangenen Monat weltweit zum zweitwärmsten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen – sowohl über Land als auch auf dem Meer.
Europa kämpft gegen anhaltende Sommerhitzewellen
Die beispiellose Meereshitze hatte erhebliche Auswirkungen auf Europa, das weiterhin unter einem sengenden Sommer leidet. Samantha Burgess, stellvertretende Direktorin von Copernicus, wies darauf hin, dass der Juli 2026 den dritten Monat in Folge mit außergewöhnlicher Hitze in Westeuropa markierte und die kombinierten Temperaturen für Juni und Juli auf einen historischen Regionalrekord trieb. Wiederkehrende Hitzewellen und spärliche Niederschläge haben die Böden der Region stark ausgetrocknet. Wenn Böden austrocknen, verlieren sie ihre natürliche Kühlkapazität, wodurch eine Rückkopplungsschleife entsteht, in der sich Hitze und Dürre gegenseitig verstärken.
Historische Dürre legt Relikte des Zweiten Weltkriegs frei
Die kombinierten Auswirkungen extremer Hitze und anhaltender Dürre haben Flüsse in ganz Europa, insbesondere die Donau, drastisch schrumpfen lassen. Niedrige Wasserstände an der Grenze zwischen .Serbien und Rumänien haben Dutzende Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt, die zu einer Nazi-Flotte gehören, welche gegen Ende des Krieges absichtlich versenkt wurde, um den Vormarsch der sowjetischen Truppen zu behindern. Darüber hinaus bargen die Behörden in der Slowakei erfolgreich eine nicht explodierte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg aus dem zurückweichenden Wasser der Donau.



