Zwei-Stammzellen-Therapie stellt Sehvermögen in erster klinischer Studie wieder her

26. August 2026 at 18:04
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Ein neuartiges Zwei-Stammzellen-Gerüst hat in einer ersten klinischen Studie am Menschen das Sehvermögen und die Werte der Augenoberfläche bei aniridie-assoziierter Keratopathie verbessert. Für Patienten mit ARK führt eine progressive Schädigung der Augenoberfläche zu einer Trübung der Hornhaut.

In einer wegweisenden Studie am Moorfields Eye Hospital und dem University College London (UCL) konnte die Behandlung das Sehvermögen verbessern. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal JAMA Ophthalmology veröffentlicht.

Hintergrund der Erkrankung

Aniridie ist eine komplexe Erkrankung der Augenoberfläche, die limbalen Stammzellen betrifft. Verursacht durch eine genetische Abnormalität führt sie oft zu starkem Sehverlust.

ARK ist eine progressive Form, ausgelöst durch eine Mutation im PAX6-Gen, und betrifft etwa einen von 40.000 bis 100.000 Menschen. Ein Mangel an Stammzellen führt dazu, dass Gewebe die Hornhaut verdeckt.

Innovative Behandlung und Ergebnisse

Forscher entwickelten ein Kollagengerüst für neun Teilnehmer, bei denen jeweils ein Auge behandelt wurde. Die Ocular Surface Scores verbesserten sich bei den behandelten Augen deutlich nach drei und zwölf Monaten.

Professor Sajjad Ahmad vom Moorfields Eye Hospital erklärte dazu: „Dies ist die erste optische Anwendung eines Kollagengerüsts mit zwei Stammzelltypen, die sich bei einer zuvor unheilbaren Erkrankung als wirksam erwiesen hat.“