Verheerender Gletscherabbruch im Himalaya: Hunderte Tote an der Grenze zwischen Nepal und Tibet

27. August 2026 at 21:31
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Ein katastrophaler Gletscherabbruch hat an der Grenze zwischen Nepal und China schwere Sturzfluten ausgelöst. Behörden bestätigten bisher mindestens 389 Tote, während mehr als 1,300 Menschen in der Grenzregion Tibet und im nepalesischen Distrikt Rasuwa weiterhin vermisst werden.

Einsatzkräfte der nepalesischen Armee setzen Hubschrauber ein, um Überlebende entlang des zerstörten Trishuli River zu bergen. Mindestens 466 Verletzte wurden bisher gerettet, doch über 826 Personen, darunter 579 ausländische und einheimische Touristen, bleiben nach dem Zusammenbruch der Strom- und Kommunikationsnetze unerreichbar.

Ursachenforschung: Ein gewaltiger Abbruch statt eines Erdbebens

Anfänglich meldete der U.S. Geological Survey (USGS) ein Erdbeben der Stärke 4.4. Spätere Auswertungen ergaben jedoch, dass die seismischen Wellen durch einen gigantischen Eis- und Felsabbruch verursacht wurden, der der Energie eines Bebens der Stärke 5.2 entsprach.

Klimaexperten des ICIMOD in Kathmandu erklärten, dass der Wasserpegel des Trishuli River innerhalb von nur einer halben Stunde um spektakuläre 27 feet anstieg. Der Wissenschaftler Saswata Sanyal betonte, dass der Fluss Lhende Khola nun bereits zum zweiten Mal innerhalb von 14 Monaten übergetreten sei, was die dramatischen Folgen des Klimawandels im Himalaya unterstreiche.

Internationale Rettungsmaßnahmen und Reaktionen

Unter den Vermissten befinden sich zahlreiche internationale Touristen. Hikmat Singh Ayer vom Nepal Tourism Board bestätigte, dass mindestens 65 US-Bürger vermisst werden. Viele befanden sich auf einer Pilgerreise zum heiligen Berg Mount Kailash, organisiert von der Isha Foundation des indischen Meisters Sadhguru.

Das U.S. State Department stellt $500,000 an Soforthilfe über Catholic Relief Services bereit. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte gegenüber Fox News: ‚Wir haben unsere Hilfe angeboten, aber die oberste Priorität gilt der Rettung aller amerikanischen Staatsbürger.‘ Auch das geistliche Oberhaupt Dalai Lama sprach den Hinterbliebenen sein tiefstes Mitgefühl aus: ‚Ich bete für alle, die ihr Leben verloren haben.‘