Mutmaßlicher 11. September-Chefplaner Khalid Sheikh Mohammed steht 2028 vor Gericht

27. August 2026 at 21:30
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Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001, Khalid Sheikh Mohammed, wird im Juni 2028 vor einem US-Militärgericht stehen. Ein Sprecher des Militärgerichts im US-Marinestützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba gab bekannt, dass der Prozess am 5. Juni 2028 beginnen soll.

Khalid Sheikh Mohammed, auch bekannt als KSM, galt als einer der wichtigsten Stellvertreter von al-Qaida-Chef Osama bin Laden, bevor er im März 2003 in Pakistan festgenommen wurde. Nach 3 Jahren in geheimen CIA-Gefängnissen wurde er 2006 nach Guantanamo Bay verlegt.

Jahrelange Verzögerungen und aufgehobener Deal

Der Prozess wurde in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer wieder verschoben. Eine Verständigung im Strafverfahren, die die Todesstrafe ausgeschlossen hätte, wurde im vergangenen Jahr widerrufen.

Der ausgebildete Ingenieur hatte erklärt, die Anschläge vom 11. September ‚von A bis Z‘ geplant zu haben. Bei den Angriffen mit entführten Flugzeugen auf New York, das Pentagon in Washington und ein Feld in Pennsylvania starben fast 3.000 Menschen.

Zudem gibt KSM an, am Bombenanschlag auf das World Trade Center im Jahr 1993 mit 6 Toten beteiligt gewesen zu sein und 2002 den US-Journalisten Daniel Pearl eigenhändig enthauptet zu haben.

Das Erbe des Gefangenenlagers Guantanamo

Der isolierte Stützpunkt Guantanamo Bay wurde genutzt, um Verdächtige im ‚Krieg gegen den Terror‘ festzuhalten und ihnen Rechte nach US-Recht zu verwehren. Auf dem Höhepunkt waren dort rund 800 Gefangene haftend, heute ist es nur noch ein kleiner Bruchteil.