Ein US-Bundesrichter hat dem Technologiegiganten Google eine strenge Frist von einer Woche gesetzt, um sogenannte „wettbewerbswidrige Hürden“ aus dem Play Store zu entfernen. US-Bezirksrichter James Donato entschied, dass das Unternehmen den Download alternativer Marktplätze wie Aptoide Games im Zuge des Rechtsstreits mit Epic Games unzulässig erschwert hat.
Gerichtsverhandlung und Suchprobleme
Während einer Anhörung demonstrierten Anwälte von Epic Games, dass Suchanfragen nach „App-Store“ keine direkten Ergebnisse für alternative Marktplätze lieferten, sondern lediglich physische Geschäfte anzeigten. Zudem versteckte Google die Plattformen hinter komplizierten Bannern und ersetzte die herkömmliche „Installieren“-Schaltfläche durch einen „Ansehen“-Button.
Forderungen von Richter Donato und Googles Einlenken
Richter James Donato stufte dieses Vorgehen als inakzeptabel ein und verlangte, dass jede Variante von Suchanfragen sofort zu einer korrekten Auflistung führt. Google erklärte sich schließlich bereit, die geforderten Änderungen innerhalb der nächsten Woche umzusetzen, nachdem das Unternehmen 2023 in einem Kartellverfahren als Monopolist eingestuft worden war.
Ein fortlaufender Rechtsstreit
Dieser Fall baut auf jahrelangen Auseinandersetzungen auf, die Epic Games im Jahr 2020 angestoßen hatte. Die Umsetzung von Gerichtsurteilen zur Öffnung des Android-Ökosystems bleibt ein zentrales und umstrittenes Thema.



