Berichten britischer Medien zufolge ist es Iran-nahen Hackern erstmals gelungen, ein Kraftwerk im Vereinigten Königreich temporär offline zu schalten.
Die von The Telegraph und Financial Times publik gemachte Attacke ereignete sich bereits im Juli, wurde jedoch erst jetzt bekannt und markiert einen Wendepunkt bei Cyberangriffen auf britische Infrastruktur.
Gefährdete Industrielle Steuerungssysteme
In diesem Fall sowie bei gleichartigen Angriffen auf Wassersysteme in 12 US-Bundesstaaten wie New Jersey, Minnesota, Georgia und South Dakota wurden speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) ins Visier genommen.
Laut Angaben aus USA und Großbritannien bilden diese Geräte das Rückgrat automatisierter Industriesysteme in den Bereichen Energie, Wasser und Fertigung.
Einfache Methoden decken Sicherheitslücken auf
Die US-Behörde CISA erklärte, dass die Täter keine hochkomplexen Exploits nutzten, sondern schlicht offene Geräte scannten und unveränderte Standardpasswörter ausnutzten.
Diese Strategie gleicht eher der Suche nach unverschlossenen Türen als High-Tech-Hacking, so die einhellige Meinung von Sicherheitsexperten bezüglich der veralteten Technologie.
Auswirkungen und Zukunftsszenarien
Das betroffene britische Kraftwerk blieb während des Vorfalls 4 Tage lang vom Netz getrennt, während Techniker an der Wiederherstellung der Kontrolle arbeiteten.
Da es sich um eine kleinergelegte Anlage handelte, blieb die landesweite Stromversorgung stabil; Experten warnen jedoch vor möglichen Testläufen für künftige Sabotageakte.



