Eine Richterin in Delaware urteilte am Freitag, den 7. August, dass Wayne Barrow, der Testamentsvollstreckungsausschuss der verstorbenen Hip-Hop-Legende The Notorious B.I.G. und dessen Mutter, rechtmäßig einen 50-prozentigen Anteilsbesitz an den geistigen Eigentumswerten des Rappers erlangt hat. Die Kanzlerin des Gerichts von Delaware, Kathaleen McCormick, entschied in dem anhaltenden Rechtsstreit zugunsten von Barrows gegen die Witwe des verstorbenen Rappers, Faith Evans, und gewährte damit vollen Zugriff auf die Gewinne aus einem lukrativen Musik-Kataloggeschäft.
Gericht entscheidet zugunsten des Nachlassverwalters Wayne Barrow
Der Rechtsstreit dreht sich um die Verwaltung des Nachlasses von Christopher Wallace, weltweit bekannt als The Notorious B.I.G. Vor ihrem Ableben im Februar 2025 im Alter von 78 Jahren hatte Voletta Wallace ihren langjährigen Manager Wayne Barrow rechtmäßig als Nachfolger für ihren 50-prozentigen Anteil an der Gesellschaft Notorious B.I.G. LLC eingesetzt. Nach dem Urteil muss Faith Evans, die die andere Hälfte des Portfolios kontrolliert, Barrow Zugang zu Volettas 25-prozentigem Gewinnanteil gewähren, der aus einem wegweisenden Kataloggeschäft mit Primary Wave stammt.
Das Primary Wave-Kataloggeschäft und die finanziellen Einsätze
Die lukrative Katalogvereinbarung, die vom Wall Street Journal auf 100 Millionen US-Dollar beziffert wurde, beinhaltet den Erwerb eines signifikanten Anteils an Biggies Musikkatalog sowie wichtiger Namens-, Bild- und Persönlichkeitsrechte (Name, Image and Likeness) durch Primary Wave. Entsprechend den letzten Verfügungen im Testament von Voletta Wallace wird Barrow ihren Anteil an den Primary Wave-Geldern direkt an die Christopher Wallace Memorial Foundation ausschütten. Die verbleibenden Erlöse aus der Transaktion sind dazu bestimmt, gleichmäßig unter Biggies Kindern, CJ und Ty’anna Wallace, sowie Faith Evans aufgeteilt zu werden.
Rechtliche Argumente und künftige Rechtsstreitigkeiten
Barrows Anwalt, Jay Freiberg, bezeichnete die jüngste Gerichtsentscheidung als vollständige Rehabilitierung gegen das Einbehalten von Geldern. Im Gegensatz dazu hatte Faith Evans zuvor Gegenklage eingereicht und argumentiert, dass die Statuten der LLC es Voletta nicht erlaubten, das Eigentum ohne gegenseitiges Einverständnis zu übertragen. Während Kanzlerin McCormick Evans‘ juristische Position mit dem Hinweis zurückwies, dass die Partnerschaft selbst Ratschläge missachtet habe, die auf dem posthum veröffentlichten Album des Rappers Life After Death gegeben wurden, bleiben weitere rechtliche Hürden bestehen. Biggies Sohn CJ führt eine separate, noch anhängige Klage in Pennsylvania, in der er geltend macht, Barrow habe Volettas Nachlassregelungen vor ihrem Tod unzulässig beeinflusst.



