David Zaslav, Präsident und CEO von Warner Bros. Discovery, hat seit der Ankündigung der Übernahme durch Paramount Skydance unter der Leitung von David Ellison Unternehmensaktiva im Wert von insgesamt rund 200 Millionen Dollar veräußert. Laut bei der SEC eingereichten Unterlagen umfassten die jüngsten Transaktionen vom 14. August durch Fidelity Brokerage Services knapp 968.000 Aktien im Wert von 27,1 Millionen Dollar. Diese Verkäufe erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die geplante Fusion durch eine von 12 Bundesstaatsanwälten angestrengte Kartellklage massiv ins Stocken geraten ist.
Aktienverkäufe im Rahmen eines automatisierten Plans
Die jüngsten Veräußerungen folgen auf frühere Aktienverkäufe im Wert von 59,47 Millionen Dollar im Juli sowie 114 Millionen Dollar im März. David Zaslav wickelte diese Geschäfte über einen am 12. März 2026 eingeführten und bis zum 14. August 2026 gültigen SEC-Handelsplan nach Regel 10b5-1 ab. Dieser Plan erlaubt es Führungskräften, den automatisierten Verkauf einer festgelegten Anzahl von Aktien bei Erreichen bestimmter Kursziele festzulegen. Trotz dieser lukrativen Geschäfte stimmten die WBD-Aktionäre kürzlich gegen Zaslavs Vergütungsplan für 2025 sowie gegen sein potenzielles Abfindungspaket von mindestens 550 Millionen Dollar.
Kartellklagen und Drohung des Wegzugs aus Kalifornien
Die geplante Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery steht vor einem für März 2027 angesetzten Kartellprozess, den 12 Bundesstaatsanwälte eingereicht haben, um eine Monopolbildung bei Kinostarts und im Kabelfernsehen zu verhindern. Um tägliche Strafzahlungen von 7 Millionen Dollar ab dem 1. Oktober an die WBD-Aktionäre zu vermeiden, drängt Paramount auf einen Vergleich. David Ellison drohte der Führungsebene jüngst damit, dass Paramount ab dem 1. Oktober schrittweise seinen Hauptsitz aus Kalifornien verlegen werde, falls die Behörden Verhandlungen verweigern – ein Schritt, den der Generalstaatsanwalt von Kalifornien scharf kritisierte.
Führungskräftevergütung und Ausblick
Als einer der bestbezahlten CEOs der Medienbranche erhielt David Zaslav im Jahr 2025 ein Gesamtpaket im Wert von 165 Millionen Dollar, einschließlich einer einmaligen Aktienoption im Wert von 109,6 Millionen Dollar für die geplante Aufspaltung des Konzerns. Während Gewerkschaften wie die DGA und IATSE auf eine Genehmigung des Zusammenschlusses unter Auflagen drängen, bleibt die Zukunft des Megadeals ungewiss.



