Paramount sichert sich globale Freigaben für 111-Milliarden-Dollar-Deal mit Warner Bros., scheitert aber an US-Klage

15. August 2026 at 00:21
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Paramount Skydance hat offiziell die Zustimmung von 68 Ländern weltweit für seine massive 111-milliarden-dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery erhalten. Nach Freigaben durch die Europäische Union, das US-Justizministerium und zuletzt Mexiko stellt eine von California angeführte Kartellklage von 12 Bundesstaatsanwälten das letzte verbleibende Hindernis für den Mega-Merger dar.

Die steigenden finanziellen Kosten durch Verzögerungen

Während internationale Regulierungsbehörden die Transaktion weitgehend befürwortet haben, hat die Klage der Staatsanwälte den Zeitplan durcheinandergebracht. Nachdem eine einstweilige Verfügung erwirkt wurde, haben sich die Unternehmen darauf geeinigt, den Abschluss bis zu einer Gerichtsentscheidung oder dem 1. Juni 2027 zu verschieben. Sollte der Deal nach dem 30. September nicht abgeschlossen sein, greift eine Klausel, die vorsieht, dass Paramount den WBD-Aktionären alle 90 Tage 25 Cent pro Aktie zahlt – was Kosten von rund 7 Millionen Dollar pro Tag verursacht.

Globaler Konsens versus nationale Hürden

David Ellison, CEO von Paramount, betonte, dass fast 70 Jurisdiktionen unabhängig voneinander zu dem Schluss gekommen seien, dass der Deal wettbewerbsfördernd ist. Dennoch hat die Klage tiefe Risse in Hollywoods Gewerkschaften hinterlassen, während die Writers Guild of America eine vollständige Blockade fordert. Zudem haben Larry Ellison und sein Trust eine regulatorische Ausstiegsgebühr von 7 Milliarden Dollar sowie 45,72 Milliarden Dollar der Fusionskosten garantiert, was die enormen finanziellen Dimensionen unterstreicht.

Der Ausblick und die Folgen für die Branche

Angesichts des anhaltenden Rechtsstreits warnt Paramount vor unnötigen Kosten durch Verzögerungen. Während politische Akteure wie Gouverneur Gavin Newsom Berichten zufolge hinter den Kulissen auf eine Einigung drängen, bleibt Paramount offen für Zugeständnisse. Ohne eine konstruktive Einigung mit den Generalstaatsanwälten drohen jedoch weiterhin astronomische tägliche Zusatzkosten für den größten Mediendeal des Jahrzehnts.