Mehr als 50 führende Umweltorganisationen, darunter Greenpeace, WWF und Friends of the Earth, haben einen offenen Brief an Premierminister Andy Burnham gerichtet und ihm vorgeworfen, angesichts der fünften Hitzewelle des Jahres in Großbritannien zur Klimakrise zu schweigen. Die extreme Witterung mit landesweiten Dürren und verheerenden Waldbränden hat Schulen geschlossen, Verkehrnetze lahmgelegt und den NHS an seine Belastungsgrenze gebracht. Obwohl Burnham diese Woche ein COBRA-Treffen abhielt, vermied er es in seiner anschließenden Erklärung, den Begriff „Klimawandel“ zu erwähnen.
Wirtschaftlicher Druck und das Problem des Verschweigens
Der von Hannah Martin (Green New Deal Rising) koordinierte Brief betont, dass die beispiellose Hitze die britische Wirtschaft direkt bremst. Ohne die Ursache beim Namen zu nennen, könne die Regierung das Land nicht adäquat auf die notwendigen Anpassungen vorbereiten. Das Met Office gab bekannt, dass dieser Sommer der heißeste seit Aufzeichnungsbeginn zu werden droht. Wissenschaftler warnen vor anhaltenden Extremen, bis globale Netto-Null-Emissionen erreicht sind.
Widersprüchliche Positionen und fossile Brennstoffe
Während Burnham in der Kritik steht, hat der neu ernannte Außenminister Ed Miliband die Klimakrise offen als nationale Sicherheitsfrage bezeichnet. Umweltschützer fordern nun ein klares Nein zu neuen Öl- und Gasprojekten wie Jackdaw und Rosebank. Robert Palmer von der Gruppe Uplift betonte, der Premierminister müsse die Realität anerkennen und neue Bohrungen stoppen, um das Land zu schützen.
Ruf nach wahrer Führung
Die Organisationen vergleichen Burnhams frühere Entschlossenheit als Bürgermeister von Greater Manchester mit seiner jetzigen zögerlichen Haltung und fordern eine klare, transparente Politik im Interesse künftiger Generationen.



