Zwei große Staatsfonds aus Abu Dhabi, die Mubadala Investment Company und der Abu Dhabi Investment Council, haben im vergangenen Quartal einen Buchverlust von insgesamt 118 Millionen US-Dollar bei ihren BlackRock Bitcoin-ETF-Positionen erlitten. Wie neue SEC-Berichte zeigen, verkaufte trotz des starken Marktabschwungs keines der beiden Fonds auch nur eine einzige Aktie, was auf eine langfristige Haltestrategie hindeutet.
Die Berg- und Talfahrt von Bitcoin und dem IBIT-Trust
Die jüngsten Quartalszahlen verdeutlichen eine extreme Volatilität bei Kryptowährungen. Bitcoin (BTC) eröffnete den April bei fast 68.079 Dollar und kletterte bis zum 10. Mai auf 82.139 Dollar. Die 22,94 Millionen Anteile am iShares Bitcoin Trust (IBIT) erreichten dabei einen Wert von rund 1,07 Milliarden Dollar. Ein heftiger Einbruch von 17,9% im Juni machte diese Gewinne jedoch zunichte; das Quartal endete bei 58.559 Dollar, wodurch der Wert der Beteiligung auf 764 Millionen Dollar sank.
Portfolio-Auswirkungen: Der Unterschied zwischen Mubadala und dem Investment Council
Obwohl beide Institutionen denselben Marktrückgang verkraften mussten, unterscheidet sich die relative Bedeutung des Verlusts erheblich. Bei Mubadala macht die IBIT-Position nur 1,4% des 34,77 Milliarden Dollar schweren US-Portfolios aus, das vom Chiphersteller GlobalFoundries dominiert wird. Der Abu Dhabi Investment Council hingegen hält ein weitaus konzentrierteres Portfolio, bei dem die 274 Millionen Dollar schwere Bitcoin-Investition etwa 38% des Gesamtportfolios ausmacht.
Institutionelle Überzeugung im Gegensatz zu Banken-Abverkäufen
Während Abu Dabis Staatsfonds ihre Positionen hielten, trennten sich andere globale Finanzinstitute von ihren Beständen. Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo reduzierte beispielsweise ihre IBIT-Bestände um 93,7%, um stattdessen in Ethereum-Produkte umzuschichten. Experten betonen, dass Staatsfonds langfristige Mandate verfolgen und daher von kurzfristigen Marktschwankungen unbeeindruckt bleiben.



