Erste Masern-Todesopfer in Pennsylvania bestätigt
Inmitten des höchsten Standes von Masernfällen in den USA seit 35 Jahren sind in Pennsylvania zwei Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben, wie das Gesundheitsministerium des Bundesstaates am Dienstag bestätigte. Es handelt sich um die ersten masernbedingten Todesfälle des Landes in diesem Jahr.
Beide Personen waren ungesimpfte Bewohner von Lancaster County im Süden von Pennsylvania, wo eine große Amish-Bevölkerung lebt. Das Gesundheitsministerium erklärte, zum Schutz der Privatsphäre keine weiteren Details zu nennen.
Steigende Fallzahlen und Öffentliche Gesundheit
Pennsylvania hat in 2026 bisher 393 Masernfälle verzeichnet, etwa die Hälfte davon in Lancaster County. Lediglich Utah und South Carolina haben in diesem Jahr mehr Fälle gemeldet.
Der Gouverneur von Pennsylvania, Josh Shapiro, bezeichnete Masern auf einer Pressekonferenz als ernstes Problem. ‚Krankheit und Tod durch Masern sind völlig vermeidbar‘, sagte er. ‚Wir haben bereits die Werkzeuge, um uns zu schützen.‘
Sinkende Impfquoten treiben Ausbrüche an
Landesweit gab es laut den Centers for Disease Control and Prevention in diesem Jahr fast 2.800 Masernfälle. Dies ist ein starker Anstieg gegenüber 2.289 Fällen im Jahr 2025 und 285 Fällen im Jahr 2023.
Sinkende Impfquoten verschärfen die Situation drastisch. In Lancaster County sind nur 87 Prozent der Schulanfänger vollständig geimpft, was weit unter der für den Gemeinschaftsschutz notwendigen Schwelle von 95 Prozent liegt.



