NASA veröffentlicht erste Bilder eines riesigen SpaceX-Raketenkraters auf dem Mond

21. August 2026 at 00:17
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Die US-Weltraumbehörde NASA hat die ersten offiziellen Aufnahmen eines gigantischen Kraters veröffentlicht, den eine unkontrollierte SpaceX Falcon 9 Oberstufe auf dem Mond hinterlassen hat. Die rund 4.500 kg schwere und 12 Meter lange Raketenstufe schlug am 5. August 2026 mit einer gewaltigen Geschwindigkeit von rund 8.690 km/h auf der Mondoberfläche ein. Wissenschaftler schätzen die Wucht des Aufpralls auf das Äquivalente von 15.000 Dynamitstangen.

Präzise Manöver im Mondorbit

Das Einfangen des Einschlagortes erforderte hochentwickelte und präzise Manöver des Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO). Ingenieure mussten die Raumsonde gezielt neigen, während sie in etwa 96 Kilometern Höhe mit einer Geschwindigkeit von rund 1,6 km/s über die Mondoberfläche hinwegfogte. Aufgrund der Umlaufbahn dauerte es exakt sechs Tage, bis die optimalen Licht- und Sichtverhältnisse für die Kameraaufnahmen gegeben waren.

Das Timing war von entscheidender Bedeutung, da eine Aufnahme, die auch nur 10 Sekunden zu früh oder zu spät ausgelöst worden wäre, das Ziel um rund 16 Kilometer verfehlt hätte. Durch die Analyse von Schattenwürfen und verschiedenen Beleuchtungswinkeln ermittelten Forscher eine Kraterbreite von rund 18 Metern und eine Tiefe von weniger als 3 Metern. Die präzisen Koordinaten wurden auf 19.4759°N, 266.7138°O bei einer Höhe von 511 Metern festgelegt.

Frisches Mondmaterial und internationale Zusammenarbeit

Die hochauflösenden Bilder offenbaren helle und dunkle Strahlen, die sich strahlenförmig von der Einschlagsstelle aus erstrecken. Die dunkleren Streifen bestehen aus kosmischem Staub und Gestein, das über Äon hinweg durch Sonnenwind und Mikrometeoriten verwittert ist. Näher am Kraterrand enthüllen hellere Streifen unberührtes Material, das aus tieferen Schichten nach oben geschleudert wurde.

Die Entdeckung des Kraters war das Ergebnis einer weltweiten Kooperation zwischen Profi-Astronomen und Hobbyforschern. Der unabhängige Astronom Bill Gray hatte die Flugbahn der Rakete im Vorfeld berechnet. Das Center for Near Earth Object Studies der NASA beim Jet Propulsion Laboratory in Südkalifornien verfeinerte diese Daten, während auch das südkoreanische Danuri-Team mit hochauflösenden Kameras zur exakten Lokalisierung beitrug.

‚Entdeckt: Die Falcon 9-Einschlagsstelle,‘ teilte die NASA über den Kurznachrichtendienst X mit und unterstrich den Erfolg dieser internationalen Anstrengung.