Die Spielerin der Chicago Sky, DiJonai Carrington, hat klargestellt, dass ihr jüngster Social-Media-Beitrag zum Thema „White Privilege“ nicht auf das grobe Foul bezogen war, das sie im Spiel zwischen den Chicago Sky und den Indiana Fever gegen Sophie Cunningham beging und das zu ihrem Ausschluss führte.
Emmanuel Achos Kritik und Carringtons Erwiderung
Die Medienpersönlichkeit Emmanuel Acho ging am Montag in ihrer Sendung „Speakeasy“ auf den Vorfall ein und kritisierte Carrington dafür, dass sie den Eindruck erweckt habe, die Foulentscheidung sei auf Rassismus zurückzuführen. Acho bezeichnete diese Annahme als „ignorant“ und „absurd“ und betonte, dass die Spielerin den Platzverweis völlig zu Recht erhalten habe.
Als Reaktion darauf wandte sich DiJonai Carrington über die Plattform X gegen Achos Äußerungen. Sie erklärte, die Vermutung bezüglich des Fouls sei allein seiner Fantasie entsprungen, und forderte ihn auf, kritisches Denkvermögen anzuwenden. Darüber hinaus hob Carrington ihren akademischen Hintergrund hervor und verwies darauf, dass sie an einer Eliteuniversität zum Thema „White Privilege“ geforscht habe und diesen Begriff nicht leichtfertig oder ohne Belege als rhetorische Waffe einsetzen würde.
Der Vorfall mit Sophie Cunningham
Die Kontroverse geht auf eine Begegnung zwischen den Chicago Sky und den Indiana Fever an einem Samstag zurück, bei der DiJonai Carrington kurz vor Ende des ersten Viertels des Feldes verwiesen wurde, nachdem sie Sophie Cunningham im Gesicht getroffen hatte. Kurz nach ihrem Gang in die Kabine erschien auf Carringtons Threads-Account ein Beitrag mit der Aufschrift „WHITE PRIVILEGE“, in dem die Indiana Fever namentlich markiert wurden.
Auf den Körperkontakt auf dem Spielfeld folgte ein kurzes Handgemenge. Nach der Partie äußerte Sophie Cunningham die Ansicht, der Kontakt sei „absolut“ absichtlich erfolgt, wies jegliche rassistische Motive im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung jedoch entschieden zurück.
Carrington bleibt bei ihrer Haltung
Obwohl DiJonai Carrington betonte, dass sich ihr viral gegangener Social-Media-Beitrag auf eine völlig andere Angelegenheit bezog, entschied sie sich gegen eine öffentliche Offenlegung der konkreten Details oder Beweise, die ihre Behauptung stützen. Sie bekräftigte, dass sie sich des schweren historischen und sozialen Gewichts des Begriffs bewusst sei, und stehe zu ihrer Entscheidung, keinen weiteren Kontext zu dem alternativen Sachverhalt zu liefern.



