Strategy zu MSCI: „Bitcoin braucht euch nicht“ bei 2,8 Milliarden Dollar Index-Risiko

15. August 2026 at 00:31
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Der Bitcoin-Riese Strategy hat sich vehement gegen einen neuen Screening-Vorschlag von MSCI gewehrt, der das Unternehmen aus wichtigen Aktienindizes entfernen und schätzungsweise 2,8 Milliarden Dollar an passivem Verkaufsdruck auslösen könnte. In einer klaren Botschaft an den Indexanbieter betonte Strategy, dass “Bitcoin kein MSCI braucht. Strategy auch nicht.” Während die Märkte auf eine regulatorische Neuordnung blicken, steht die institutionelle Krypto-Strategie auf dem Prüfstand.

Der vorgeschlagene MSCI-Rahmen und das Index-Risiko

Die Kontroverse entzündet sich an einer in diesem Monat von MSCI gestarteten Konsultation über neue Regeln zur Identifizierung von “inaktiven Unternehmen&rdquo anhand ihrer Bilanzdaten. Unter der neuen Methodik müssen Firmen, die bei den operativen Vermögenswerten durchfallen, eine Reihe von fünf harten Finanztests bestehen. Die Anwendung dieses Rahmens auf Daten vom Mai 2026 zeigte, dass das von Michael Saylor geleitete Unternehmen Strategy, der in Tokio gelistete Bitcoin-Halter Metaplanet und der in London gelistete Uraninvestor Yellow Cake von der Streichung bedroht wären.

Marktauswirkungen und Liquiditätswandel bei Strategy

Nach den Nachrichten gaben die Aktien von Strategy (MSTR) im vorbörslichen Handel um rund 2% nach. Analysten von JPMorgan schätzten zuvor, dass ein Ausschluss aus den Indizes bis zu 2,8 Milliarden Dollar an passiven Verkäufen nach sich ziehen könnte. Dieser Druck geht Hand in Hand mit einer veränderten Akkumulationsstrategie von Strategy: Das Unternehmen hat in den letzten Wochen über 6.000 BTC verkauft, während sich seine Barreserven auf etwa 4,7 Milliarden Dollar erhöhten und der Gesamtbestand bei rund 840.447 BTC liegt.

Fristen und Prognosemärkte

Die Konsultationsphase läuft noch bis zum 30. September, wobei MSCI seine Entscheidung am oder vor dem 16. Oktober bekannt geben will. Eine Umsetzung der Änderungen ist für die Indexüberprüfung im November 2026 vorgesehen. Unterdessen zeigen Prognosemärkte wie Polymarket eine wachsende Skepsis und preisen die Wahrscheinlichkeit eines Ausschlusses von Strategy bis zum 31. Dezember mit rund 73% ein.