Das Ende irreführender Preispraktiken im britischen Tourismus
Die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) hat formelle Untersuchungen gegen zwei der größten Namen der Reisebranche eingeleitet: Virgin Atlantic und Trainline. Die Behörde prüft, ob diese Unternehmen es versäumt haben, ihren Kunden vor der Bezahlung den vollständigen und transparenten Buchungspreis anzuzeigen.
Diese konsequente Maßnahme richtet sich gegen eine Praxis namens Drip Pricing, bei der obligatorische Gebühren im beworbenen Ausgangspreis verschwiegen und erst später im Buchungsprozess aufgeschlagen werden. Nach britischem Verbraucherschutzrecht ist diese Methode illegal und kann bei Verstößen zu drastischen Geldstrafen führen.
Fokus auf Resort-Gebühren und unerwartete Kosten
Der Fall der CMA gegen Virgin Atlantic konzentriert sich auf Pauschalreisen, die über die Sparte Virgin Atlantic Holidays vertrieben werden. Die Regulierungsbehörde untersucht, ob notwendige Resort-Gebühren und lokale Steuern im anfänglichen Endpreis enthalten waren. Experten weisen darauf hin, dass solche Extrakosten den Reisepreis um hunderte Pfund erhöhen können.
Gleichzeitig gerät Trainline wegen unerwarteter Buchungsgebühren am Ende des Bezahlvorgangs ins Visier der Ermittler. Schätzungen zufolge geben britische Verbraucher jährlich 2,2 Milliarden Pfund für unumgängliche versteckte Gebühren aus. Arbeitsmarkt- und Wettbewerbsminister Justin Madders betonte: Ab heute können Verbraucher beruhigt einkaufen, da sie wissen, dass sie vor gefälschten Bewertungen und intransparenten Preisen geschützt sind.



