Eine Analyse der schlechtesten FSK-18-Thriller der 2020er Jahre

10. August 2026 at 22:28
2 min read

Die moderne Kinolandschaft sieht sich durch den Aufstieg von Streaming-Plattformen enormem Druck ausgesetzt, was grosse Filmstudios dazu zwingt, den Vertrieb ihrer Inhalte an das heutige Publikum neu zu bewerten. Während aussergewöhnliche Thriller ab 18 Jahren wie Carolina Caroline, Crime 101 und Tuner um ihren Erfolg an den Kinokassen kämpfen, geben Produktionsfirmen weiterhin hastig zusammengestellte Genre-Projekte in Auftrag und veröffentlichen diese. Branchenanalysten und Kritiker, die das laufende Jahrzehnt untersuchen, haben mehrere nennenswerte Fehlschläge identifiziert, die eine besorgniserregende Bereitschaft der Studios unterstreichen, für eine schnelle Rendite Abstriche bei der Qualität zu machen.

Der Niedergang von Serienmörder-Tropen in Psycho Killer

Eines der prominenten Beispiele für ungenutztes Potenzial im laufenden Jahrzehnt ist Psycho Killer. Geschrieben von Andrew Kevin Walker – dem gefeierten Drehbuchautor des 1995er Meisterwerks Se7en – versucht der Film, an die düsteren Serienmörder-Thriller der 1990er Jahre anzuknüpfen. Er vermag es jedoch nicht, jene Spannung oder stilistische Meisterschaft einzufangen, die David Fincher bekannterweise in Projekte wie Zodiac, Verblendung (The Girl With The Dragon Tattoo) und Mindhunter einbrachte. Trotz einer übertriebenen Darbietung von Malcolm McDowell liefert der Film uninspirierte Morde, oberflächliche Charaktere und eine banale Verschwörung, die das Publikum enttäuscht zurücklässt.

Fehlgeleitetes Talent in The Alto Knights und Flight Risk

Hochkarätige Kooperationen garantieren nicht immer Erfolg, wie The Alto Knights und Flight Risk zeigen. Unter der Regie des Oscar-Preisträgers Barry Levinson führte The Alto Knights den Filmemacher wieder mit dem legendären Schauspieler Robert De Niro zusammen, um das Leben der New Yorker M来说-Bosse Frank Costello und Vito Genovese aus den 1950er Jahren zu beleuchten. Levinson traf die unerklärliche Entscheidung, De Niro mit Hilfe von Maskenbildnerei für beide Hauptrollen zu besetzen, was die Dynamik zwischen den Figuren beeinträchtigte. Ähnlich verlagert Mel Gibsons Regiearbeit Flight Risk den Fokus von der grossen Epik seiner früheren Meisterwerke wie Braveheart und Hacksaw Ridge hin zu einem klaustrophobischen Thriller. Mit Mark Wahlberg in der Hauptrolle kämpft der Film mit tonalen Inkonsistenzen, übermässiger Gewalt und minderwertigen visuellen Effekten.

Fehltritte bei Prestige-Horror und Comic-Adaptionen

Das Jahrzehnt brachte auch Fehltritte im Bereich des gehobenen Horrors und der Comic-Adaptionen hervor, wie etwa The Front Room, Don’t Worry Darling und Kraven the Hunter. The Front Room verschob für den Verleih A24 zwar Grenzen, tat sich jedoch schwer damit, seine Elemente aus schwarzem Humor und Horror auszubalancieren. Unterdessen geriet Don’t Worry Darling unter der Regie von Olivia Wilde und mit Florence Pugh in der Hauptrolle vor allem aufgrund von Berichten über Chaos hinter den Kulissen und einer veralteten thematichen Auflösung in die Diskussion. Schliesslich brachte Kraven the Hunter Sonys auf Bösewichte fokussiertes Spider-Man-Spin-off-Universum zu einem Abschluss. Trotz Aaron Taylor-Johnson in der Hauptrolle an der Seite erfahrener Darsteller wie Russell Crowe, Alessandro Nivola und Christopher Abbott litt die FSK-18-Adaption unter einer überkomplizierten Hintergrundgeschichte und einer mangelhaften Umsetzung.