Die Kryptobörse Binance hat angekündigt, ab dem 23. August die Transaktionsabwicklung für HTX und zehn weitere Kryptoplattformen einzustellen, um sich an die jüngsten Sanktionspakete der Europäischen Union anzupassen. Gelder, die nach diesem Stichtag gesendet werden, unterliegen strengen Compliance-Prüfungen und könnten eingefroren werden.
Der Hintergrund aus Brüssel und London
Die Liste stammt direkt aus Brüssel und spiegelt die Verordnung 2026/1848 der Europäischen Union wider, die am 23. Juli verabschiedet wurde. Elf Plattformen, darunter HTX (Huobi Global SA), Rapira, Aifory Pro, ABCeX, WhiteBird, NoOnecrypto INC., Tradex, Monease, BitPapa, Exnode Pay und EXMO Ltd., dürfen ab dem 23. August nicht mehr bedient werden. Zuvor hatte das US-Finanzministerium am 7. August bereits Sanktionen gegen Shelbit und Aban Tether verhängt.
Warum HTX im Fokus steht
HTX (früher Huobi) stand bereits zuvor im Visier britischer Behörden. Am 26. Mai fror das Vereinigte Königreich die Vermögenswerte von Huobi Global S.A. ein, da dem Unternehmen vorgeworfen wurde, Finanzdienstleistungen für sanktionierte Netzwerke bereitzustellen. Zudem leitete die britische Finanzaufsicht FCA rechtliche Schritte vor dem High Court in London wegen illegaler Krypto-Werbung ein.
Auswirkungen für Trader
Binance betonte, dass es sich hierbei nicht um ein traditionelles Delisting handelt und der Spot-Handel normal weiterläuft. Dennoch verlieren Trader eine wichtige Transferroute. Angesichts von Millionen registrierten Nutzern bei HTX müssen sich Händler auf strengere Kontrollen und veränderte Risikobewertungen einstellen.



